Beachvolleyball WM bringt 5 Mio Euro Wertschöpfung für Wien

Diese Woche findet die FIVB Beachvolleyball WM presented by A1 auf der Donauinsel in Wien statt. Wir haben im Vorfeld des Großevents mit dem Veranstalter gesprochen um die Hintergründe der Megaproduktion zu beleuchten.

Wertschöpfung & Reichweite

Ein Event in dieser Größenordnung bedeutet eine immense Wertschöpfung für die Stadt Wien. 55.000 zusätzliche Nächtigungen und eine direkte und indirekte Wertschöpfung von 4,5 bis 5 Millionen Euro für die Bundeshauptstadt belegen das in beeindruckenden Zahlen. Für Wien ist allerdings auch der Imagegewinn ganz entscheidend, um sich abgesehen von Tradition und Geschichte als moderne, junge Sportstadt direkt am Wasser zu präsentieren.

Auch die 200 angemeldeten internationalen Medien, 1.300 Stunden Live-Übertragungen und alleine 44 Stunden durch NBC in den USA sind ein Rekord. 27 TV Anstalten aus 100 Ländern übernehmen die Signale von der Donauinsel und werden die Bilder von Wien in die ganze Welt tragen.

Beachvolleyball in Wien in Zahlen

  • 25 Tage Aufbau
  • 15 Tage Abbau
  • 100 fixe Container am Gelände
  • 6,5 Kilometer Zaun am gesamten Gelände
  • 2.500 Tonnen Spezialsand für die Plätze
  • über 20 Stapler und Kräne von Felbermayr
  • 3 Spiel- und 3 WarmUp-Courts
  • 3.800 m² VIP Fläche
  • 5.000 m² Teppich
  • 250 Mikasa Bälle
  • 25 Shuttles für die WM-Familie by Smart/Mercedes
  • gespielt wird insgesamt um 1 Million USD Preisgeld (0,5 Mio Damen, 0,5 Mio Herren)
  • 62 Stunden Übertragungszeit im ORF und auf ORF Sport+
  • 1.300 Stunden internationale Liveübertragungen

Infrastruktur auf der Donauinsel

Wichtige Infrastruktur wie Frischwasser, Abwasser und Strom sind für jeden Großevent wichtige Faktoren für die Umsetzung. Auf einem Eventgelände wie der Donauinsel ist schon eine perfekte Infrastruktur gelegt, diverse Adaptierungen stellen eine ideale Versorgung sicher. Auch die unmittelbare Anbindung an die eventerfahrene Millionenstadt Wien ermöglicht einmalige Kapazitäten in vielen Bereichen. Nicht zuletzt natürlich auch bezüglich Quartieren, Gastronomie und Side Events.

Interessantes Detail: das Event findet auf einem Veranstaltungsgelände mit praktisch null Parkplätzen und somit völlig autofrei statt. Auf der Insel gibt es keinerlei öffentliche Parkmöglichkeiten. Sportfans, die per PKW anreisen, können aber eine Vielzahl von naheliegenden Parkmöglichkeiten und Parkgaragen nutzen. Außerdem steht ein leistungsstarkes öffentliches Verkehrsnetz zur Verfügung um die Besucherströme problemlos zu handeln. In nur 10 Minuten erreicht man beispielsweise das Zentrum von Wien.

Spezialsand aus Melk

Für das Turnier wurden 2.500 Tonnen Spezialsand aus den Quarzwerken in Melk geliefert. Die Menge entspricht rund 100 Sattelschleppern, 48 davon sind alleine für den Center Court nötig. Aber neben der Vorgabe vom Weltverband betreffend der speziellen Körnung ist auch die Helligkeit des Sands definiert. Nicht zu hell und nicht zu dunkel um perfekte Kamerabilder sicherzustellen.

Sicherheit

Die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitskräften, der Wiener Polizei und dem Veranstalter funktioniert ausgezeichnet. Die Wiener Polizei ist Großveranstaltungen gewöhnt und agiert mit extremer Perfektion. Das gestaltet die Zusammenarbeit für den Veranstalter schon im Vorfeld sehr angenehm. Und es garantiert für den Besucher einen perfekten und sicheren Ablauf.

In einem eigenen Sicherheitskonzept werden natürlich sämtliche Szenarien bis hin zu einer möglichen Evakuierung berücksichtigt und ausgearbeitet. Hier kann man sich auf die Expertise der erfahrenen Wiener Polizei verlassen. Insgesamt werden im Zuge der Veranstaltung 400 Polizisten und 200 Sicherheitskräfte für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit aller Besucher sorgen.

Partner & Dienstleister

Seit 20 Jahren ist A1 ein entscheidender Partner in der Umsetzung. A1 ist nicht nur finanzieller Sponsor, sondern auch als ganzes Unternehmen voll „committed“ mit dem Beachvolleyball-Sport. Auch technisch zeichnet A1 verantwortlich für die Infrastruktur der medialen Übertragungen. 3.000 Meter Glasfaser- und 8.000 Meter weitere Kabel wurden auf dem Gelände verlegt. Mobile Zellen unterstützen das Telefonnetz. A1 unterstützt die Anbindung des ORF, von vier weiteren internationalen Fernsehstationen und die Infrastruktur von 80 weiteren Journalisten unterschiedlicher Medien.

Nüssli ist auch ein langjähriger Partner in der Umsetzung. Neben der Tribünenanlage für 10.000 Besucher war das Team von Nüssli auch für weitere Eventstrukturen wie Video-, PA-Türme und das 2.000 m² große Zeltpodest zuständig.

Für den aktuellen Aufbau in Wien vertraut man auch erstmals auf einen weiteren erfahrenen Partner für Großveranstaltungen. Die PRS Productionrentalservice GmbH ist verantwortlich für insgesamt 8.000 m² Bodenschutzsysteme, 6,5 km Zäune, Gitter, Spezialelemente verschiedenster Art, Einlasssysteme & Schleusen, Kabelbrücken, Verkehrsschilder und anderes Equipment.

Auch gastronomisch sind wie immer keine Kompromisse erlaubt. Deshalb werden die VIP Gäste auch wieder auf höchstem Niveau von Do&Co – dem international renommierten Caterer aus Wien – kulinarisch verpflegt. Aufgetischt wird dabei folgend einer langjährigen Zusammenarbeit auf gemütlichen und attraktiven Möbeln der Firma Mietbar.

Durch die Zusammenarbeit von Andreas Hrnecek und SafetyConcepts können sich die Besucher absolut sicher sein das Event in den besten Händen zu erleben. Mit Beachvolleyball-Erfahrung seit der ersten Stunde in Klagenfurt sind diesmal wieder rund 100 Mitarbeiter direkt im Stadionbereich im Einsatz.

Organisation & MitarbeiterInnen

Das Kernteam beim Veranstalter ACTS besteht aus rund 10 MitarbeiterInnen. Während der Veranstaltung sind allerdings rund 2.000 Personen mit der Umsetzung des laufenden Events betraut. Auch nicht vergessen darf man die unzähligen Volunteers ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt nicht möglich wäre.

Veranstalter FIVB Weltverband, ÖVV & ACTS

Der Termin und der Austragungsort wurden vom internationalen Verband FIVB festgelegt. Der österreichische Volleyballverband ÖVV wurde mit der Austragung betraut. Der ÖVV wiederum beauftragte den Veranstalter ACTS mit der Umsetzung.

In der Umsetzung ist Wien dem Veranstalter sehr entgegen gekommen. Egal ob durch die Politik oder durch Firmen und Partner. Auch zufällige Kontakte auf der Straße sind alle extrem zuvorkommend und in positiver Stimmung. Man hat seit Wochen das Gefühl es herrscht einfach eine große Vorfreude auf das Event, eine extrem positive Stimmung!

Unser erster Artikel: 28.07.2017 – Beachvolleyball in einer neuen Dimension

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