DMVÖ Studie: 92 Prozent aller österreichischen B2B-Unternehmen nutzen Social Media

DMVÖ Studie: 92 Prozent aller österreichischen B2B-Unternehmen nutzen Social Media

Am 7. November präsentierte die B2B Expertgroup des Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) gemeinsam mit dem 1. Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation (München) die Ergebnisse der jährlichen B2B-Marketing Social Media Studie. Die Zahlen aus Deutschland und Österreich wurden im weXelerate mehr als 160 B2B-Marketern präsentiert. Das Fazit: In der B2B Kommunikation stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob Social Media eine Rolle spielt, sondern welche Kanäle welche Rolle im Kommunikationsmix einnehmen.

Die B2B-Marketing Social Media Studie wurde in Zusammenarbeit der B2B-Expertgroup des Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) mit dem 1. Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation (München) zwischen Mitte Juni und Ende Juli 2018 gezielt bei Marketern im B2B-Bereich durchgeführt. Die hohe Bandbreite an Branchen, die dabei abgedeckt wurden, reicht von Internet- und Telekommunikation, Dienstleistern, produzierendem Gewerbe, Consulting, Medien, Handel, Finanzwirtschaft, Bauwirtschaft bis hin zu Automobilindustrie und dem Gesundheitsbereich.

Hohe Teilnehmerzahlen

Insgesamt nahmen 601 Expertinnen und Experten an der Befragung teil. Davon kamen 301 aus Österreich und 300 aus Deutschland. Dies unterstreicht das hohe Interesse der Berufsgruppen.

Deutlicher Anstieg in der Nutzung von Social Media

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Nutzung von Social Media in der B2B-Kommunikation deutlich an. So nutzen fast 96 Prozent aller deutschen und mehr als 92 Prozent der österreichischen B2B-Unternehmen Social Media, um ihre Zielgruppen anzusprechen. „Durch dieses Langzeit-Barometer und aufgrund der ausgewogenen Verteilung der eingegangenen Datensätze aus beiden Ländern, ist ein interessanter Vergleich zwischen Deutschland und Österreich möglich. Man kann es mit einem Augenzwinkern auch ‚Ländermatch‘ nennen“, erläutert Mag. Andreas Hrzina, Leiter der Studie in der DMVÖ B2B-Expertgroup.

Social Media Nutzung wird in der B2B-Kommunikation immer professioneller

Den befragten Unternehmen ist zunehmend ein kontinuierliches Bespielen der Social Media Kanäle wichtig. Knapp 40 Prozent der Befragten setzen dafür den Zeitaufwand einer Halbtagskraft ein. Lediglich kleinere Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern bilden hier eine Ausnahme. Als Gründe für die Nicht-Nutzung von Social Media werden unter anderem Mangel an Ressourcen, hoher Zeitaufwand, sowie mangelndes Vertrauen in Social Media angeführt.

Facebook verliert an Bedeutung

Unter den Top 5 der etablierten Kanäle zeichnet sich Bewegung ab. LinkedIn und Twitter gewinnen an Bedeutung. Facebook ist 2018 der große Verlierer. Zwar nimmt der Kanal in Deutschland und Österreich weiterhin eine Spitzenposition unter den Social Media-Plattformen ein, die Nutzung ging in Deutschland und Österreich im Vergleich zum Vorjahr jedoch signifikant zurück. In Österreich haben die Plattformen LinkedIn gefolgt von XING und YouTube die Nase vorn, wobei LinkedIn besonders hohe Bedeutung zukommt. In Deutschland ist die Reihenfolge leicht verändert: hier liegt YouTube vor LinkedIn und XING. Instagram ist bereits auf Platz vier und hat Twitter und Facebook bereits überholt.

Kunden im Fokus

Zentrales Motiv für Social Media Aktivitäten im B2B-Bereich ist nach wie vor die Ansprache von Neu- und Bestandskunden. Social Media hat die klare Aufgabe, zum Geschäftserfolg beizutragen, frei nach dem Motto: „Social Media ist ein Businesstool und keine Sozialeinrichtung.“ Auch im Bereich HR setzen Unternehmen 2018 verstärkt auf Social Media. Zur Ansprache neuer Mitarbeiter wird primär auf Facebook und XING zurückgegriffen. Twitter wird hauptsächlich als Kontaktmedium mit Influencern und Medien genutzt, LinkedIn als Sales- und Marketing-Instrument eingesetzt.

Trend geht zu eigenproduzierten und bewegten Inhalten

Interessanter Content und Glaubwürdigkeit werden als wichtigste Erfolgsfaktoren eingestuft. Der Trend geht zudem in Richtung authentischem und unverwechselbarem Content, gefolgt von Stockphotos, Fachbeiträgen, Videos und Bildern.

Bedeutung von Agenturen steigt um 26,1 Prozent

Die wachsende Bedeutung von Social Media geht Hand in Hand mit einer geplanten Budgeterhöhung im Jahr 2019. Zusätzlich wird in den Ausbau personeller Ressourcen investiert. „Auch, wenn Facebook hier eine wichtige Rolle einnimmt, verliert die beliebte Plattform grundsätzlich an Bedeutung. 2019 wird Facebook von Instagram aus den Top 5 der künftig neu einzuführenden Plattformen verdrängt“, erklärt Andreas Hrzina. Ziel ist es die Außenwahrnehmung von Unternehmen zu optimieren und die Unternehmenskultur nach außen zu tragen. Der Stellenwert von Agenturen wird weiter zunehmen. Schätzten im Jahr 2017 noch 54,9 Prozent aller B2B-Unternehmen die Unterstützung durch externe Agenturen als wichtig ein, sind es 2018 bereits 81 Prozent.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie können unter folgendem Link abgerufen werden: http://bit.ly/2RIGWFM

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