Drei zentrale Forderungen in offenem Brief des FAMAB an die deutsche Regierung

Der FAMAB wendet sich im Namen der Messe- und Eventbranche in einem offenen Brief an die politischen Entscheidungsträger in Deutschland. Laut „Qualitätszirkel Veranstaltungs- und Eventstudium“ (QZVE) „sprechen“ hier 2 Mio. Arbeitsplätzen und über 70 Mrd. EUR Umsatz. Das Schreiben formuliert drei zentrale Forderungen: Ein Stufenplan zur Restart, eine differenzierte Betrachtung von Veranstaltungen und Entscheidungshilfen für Behörden.

Im Schreiben an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sowie den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn führt der FAMAB aus, dass in weiten Teilen des Diskurses, durch fehlende Informationen, derzeit eine für die gesamte Branche und letztlich die Wirtschaft Deutschlands, eine gefährliche Pauschalisierung bei der Risikobeurteilung von „Veranstaltungen“ vorherrscht. Weiterhin führt der FAMAB aus, welche wichtige Bedeutung, insbesondere den Formaten der Live-Kommunikation für die Reaktivierung der deutschen Wirtschaft zukommen kann.

Drei konkrete Forderungen stellt der FAMAB an die politischen Entscheidungsträger:

1. Wir benötigen einen Stufenplan

Wir alle haben die Hoffnung, dass das öffentliche Leben in Deutschland demnächst nach einem Stufenplan wieder „hochgefahren“ wird. Unabhängig von der absoluten zeitlichen Komponente, benötigt unsere Branche einen ebensolchen Stufenplan. Aus diesem Plan muss für unsere Kunden und uns zumindest ableitbar sein, wann welche Beschränkungen zurückgenommen werden könnten.

2. Wir benötigen eine differenzierte Betrachtung von „Veranstaltungen“

Wie wir bereits ausgeführt haben, ist die reine Anzahl an Menschen kein geeigneter Maßstab für Genehmigungen. Stattdessen müssen unterschiedliche Veranstaltungen auch unterschiedlich beurteilt und behandelt werden.

3. Wir benötigen Entscheidungshilfen für die Behörden

Es deutet sich bereits an, dass die zuständigen lokalen Behörden, unabhängig von Allgemeinverfügungen, sehr restriktiv mit den notwendigen Genehmigungen umgehen werden. Dies ist zwar einerseits verständlich, würde aber weiterhin zu einem faktischen Verbot von Veranstaltungen führen. Wir glauben daher, dass – möglicherweise auf Basis unserer Handlungsempfehlungen – ein allgemein gültiger und allen Zuständigen bekannter, dezidierter Kriterienkatalog als Guidance erarbeitet und eingeführt werden muss.

Der offene Brief an die deutsche Regierung im Detail (externer Link famab.de, PDF)

 

Über FAMAB

Der FAMAB Kommunikationsverband e.V. ist die Interessenvertretung der Branche in Deutschland. Er repräsentiert über 250 qualitätsgeprüfte Mitgliedsunternehmen der Kommunikationsbranche mit circa 15.000 Mitarbeitern. Seine Mitglieder konzipieren und organisieren integrierte Markenerlebnisse und haben ihre Heimat in den Bereichen Messe, Architektur und Live-Kommunikation. Seit 1963 garantiert der FAMAB als interdisziplinärer Verband eine langfristige und wirksame Partnerschaft. Als Sprachrohr seiner Mitglieder vertritt er die Belange der Branche gegenüber Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Er bietet seinen Mitgliedern wertvolle Services sowie zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten und etabliert branchenspezifische Standards, Prozesse und Guidelines.

Website: https://www.famab.de

 

Foto: Free-Photos auf Pixabay

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