Modernisierte Lehrberufe und neue Doppellehre in der Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich begrüßt moderne, praxisorientierte Berufsbilder des Lehrberufspakets. Susanne Kraus-Winkler: „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiger Schritt.“

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der WKÖ, Foto: Isabella Abel

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der WKÖ, Foto: Isabella Abel

„Gerade in Zeiten des immer drückenderen Fachkräftemangels stellt eine moderne, praxisorientierte Ausbildung am Puls der Zeit die Basis für die Wettbewerbsfähigkeit und erfolgreiche Wirtschaftskraft an einem starken Standort dar“, kommentiert Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), das aktuell geschnürte Lehrberufspaket, das heute, Mittwoch, auf Initiative von Bundesministerin Margarete Schramböck im Ministerrat beschlossen wurde. Bereits in der vorhergehenden Regierung hat die Ministerin dies auf den Weg gebracht, die WKÖ-Hotellerie hat von Beginn an intensiv unterstützt.

Konkret wurden die beiden bestehenden Lehrberufe Hotelkaufmann/-frau und Hotel- und Gastgewerbeassistent/-in praxiskonform modernisiert und der neue vierjährige Lehrberuf des Hotel- und Restaurantfachmannes/-frau auf Schiene gebracht. „Wir nehmen unsere Aufgabe für Qualität in der gastgewerblichen Ausbildung zu sorgen, voller Elan wahr. Schließlich ist es unser ureigenes Anliegen, die Qualität der Ausbildung zu optimieren, das ist auch im Masterplan Tourismus verankert und Teil des Regierungsübereinkommens,“ unterstreicht Kraus-Winkler die enorme Bedeutung von laufender Evaluierung und Modernisierung der Berufsbilder.

„Nach intensiven Verhandlungen sind wir nun mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Lehrberufspaket ermöglicht in Zukunft allen Beherbergungsbetrieben, junge Menschen zeitgemäß und praxiskonform auszubilden,“ unterstreicht auch Gerold Royda, Bundesausbildungsleiter der Hotellerie der WKÖ.

Neue Lehrberufe: Attraktiv für Betriebe und Absolventen

Betriebe ohne Restaurant können so zum einen den Lehrberuf Hotelkaufmann – bei dem nun Tätigkeiten an der Rezeption mit Tätigkeiten im Facility Management und Housekeeping kombiniert werden – anbieten. Zum anderen werden beim Lehrberuf Hotel- und Gastgewerbeassistent auch geringfügig Servicekenntnisse vermittelt, so dass die klassischen Bereiche Frühstücks-, aber auch Seminarservice vom neuen Berufsbild umfasst sind. In Hotels, die auch ein Restaurant betreiben, können zusätzlich zu diesen zwei Lehrberufen auch Hotel- und Restaurantfachleute ausgebildet werden. Diese neue Doppellehre verbindet Rezeption und Service. Nicht nur für die Betriebe ist diese Ausbildung, für die sich der Fachverband Hotellerie stark gemacht hat, attraktiv, zeigt sich Kraus-Winkler überzeugt: „Aus der Praxis in meinen eigenen Betrieben weiß ich, dass zukünftige Absolventen dieses Lehrberufs national und international als Fachkräfte sehr gefragt sein werden.“

Die jetzigen Änderungen sieht Kraus-Winkler als wichtigen Schritt auf dem Weg, aber nicht als Endpunkt einer Entwicklung: „Wir haben uns der Optimierung der Ausbildung in der Hotellerie verschrieben. Das ist eine Entwicklung die uns laufend fordert und unsere volle Aufmerksamkeit verdient und bekommt,“ betont die Hotellerie-Obfrau.

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