Trendstudie Catering – Eventcatering zwischen Individualität und Effektivität

Trendstudie Catering – Eventcatering zwischen Individualität und Effektivität

Das Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L.) veröffentlicht im Auftrag der Fachmesse Best Of Events eine Studie, die zukünftige Entwicklungen und Trends im Bereich Eventcatering beleuchtet. Das Thema Catering war auch eines der Schwerpunktthemen auf der Best Of Events 2018.

Trends sind im Rahmen der Studie vor allem mittelfristige Veränderungsprozesse, die von den Lebensgefühlen der Menschen geprägt werden und sich in den Konsum- und Produktwelten bemerkbar machen. Zugleich betrifft dies aber auch kurzfristige, durch medialen Einfluss verstärkte Trends, die einen modischen Charakter aufweisen, aber dennoch auch soziokulturelle oder Wertewandel-Prozesse reflektieren. Wesentliche gesellschaftliche Trends, die oftmals stark lifestyle-orientiert sind, werden im Eventcatering aufgegriffen. Dies spiegelt sich beispielsweise im Bio- und Gesundheitstrend oder angesagten Streetfood-Konzepten.

Die Basis des Trendberichtes bilden eine umfassende Sekundäranalyse sowie eine Fokusgruppendiskussion mit Mitgliedern der Leading Caterer (LECA). Die führenden Experten brachten wichtige Erfahrungen, ihr Fachwissen und ihr Gespür für die Branche ein, so dass wichtige Entwicklungen und Schwerpunkte diskutiert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Branche bewertet werden konnten. Erstellt wurde der vorliegende Bericht von der Technischen Universität Chemnitz unter Leitung von Frau Prof. Dr. Zanger.

Trends im Eventcatering

Folgende Trends im Eventcatering konnten im Rahmen der Studie identifiziert werden:

  • Catering ist nicht mehr leckeres Beiwerk von Events, sondern steuert eigene Catering-Konzepte zur Inszenierung bei. Das heißt auch, der konzeptionelle Anspruch an das Eventcatering wird in den nächsten Jahren weiter steigen.
  • Eventcatering muss ein Gespür für Lifestyle und gesamtgesellschaftliche Trends haben, diese in Catering-Konzepte übersetzen und kreativ inszenieren. Aktuell spielen beispielsweise von internationalen Hotspots inspirierte Streetfood-Konzepte eine wichtige Rolle für das Eventcatering.
  • Jüngere Generationen bringen neue Ernährungs- und Konsumgewohnheiten ein, die auch das Catering beeinflussen.
  • Vor diesem Hintergrund sind Nachhaltigkeit und Regionalität als Anforderung im Eventcatering keine kurzlebige Modeerscheinung, sondern auch in den nächsten Jahren ein wichtiger Trend.
  • Eine gesunde Ernährung ist auch in den nächsten Jahren „in“ und markiert unter dem Stichwort Healthy Food einen weiteren Trend, der das Eventcatering zukünftig prägen wird.
  • Es wird eine außergewöhnliche Präsentation der Speisen und Getränke vom Eventcatering erwartet. Die Präsentation der Speisen trägt sogar häufig selbst Event-Charakter.
  • Die Digitalisierung wird als Trend zunehmend auch das Eventcatering erreichen. Prozesse im Bereich der Planungs- und Angebotsphase könnten in den nächsten Jahren vollständig digitalisiert werden. Aber auch die Kundenintegration wird in den kommenden Jahren verstärkt über Online Kanäle erfolgen. Auch hier wird der Trend durch jüngere Generationen getragen, deren Lebenswelten durch digitale Geschäftsmodelle stärker geprägt sind.
  • Die Notwendigkeit zur Steigerung ihrer eigenen Effizienz der Eventcaterer ist eine Herausforderung, der in den nächsten Jahren mit qualifiziertem Personal und ganzheitlichem Prozessmanagement Rechnung getragen werden muss.

Die Trendstudie steht nach Anmeldung unter http://trendbericht.boe-messe.de zum Download zur Verfügung.

Über das R.I.F.E.L.

Mit über 7 Mrd. Euro Budget in Deutschland nehmen Messen und Events einen bedeutenden Platz im Rahmen des Kommunikationsmarktes ein, ohne bislang adäquat wissenschaftlich begleitet zu werden. Hier setzt das Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L. e. V.) an, das Anfang 2017 vom FAMAB Kommunikationsverband e.V. und Vertretern der Technischen Universität Chemnitz als erstes Forschungsinstitut der Live-Kommunikationsbranche auf internationaler Ebene gegründet wurde. Damit wurde der Grundstein für umfangreiche Forschungsarbeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis gelegt. Ziele des Institutes sind die Versorgung der Branche mit aktuellen Forschungsergebnissen, die Sicherung einer wissenschaftlich fundierten, qualitativ kontrollierten Forschungsarbeit sowie die Stärkung der öffentlichen Wahrnehmung für die Branche durch die mediale Verbreitung von ausgewählten Forschungsergebnissen bei Kunden, Wissenschaft, potentiellen Mitarbeitern und Gesellschaft. Erarbeitet werden durch das Institut Trendstudien und Zukunftsszenarien zur Live Communication, Facts & Figures zu Markt, Akteuren, Technik, Rahmenbedingungen und zur Internationalisierung sowie Methoden zur Wirkungsforschung, um den Wertschöpfungsbeitrag der Branche besser bewerten zu können.

Über R.I.F.E.L.

Das Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L. e. V.) wurde vom FAMAB Kommunikationsverband e.V. und Vertretern der Technischen Universität Chemnitz gegründet. Es ist das erste Forschungsinstitut der Live-Kommunikationsbranche auf internationaler Ebene und legt damit den Grundstein für umfangreiche Forschungsarbeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis.